Ironie
des Schicksals

2016 / Update 2022 Installation

IRONIE DES SCHICKSALS

Update 2022 / NordArt 2026

Bernd Reiters monumentale Installation, wurde im ZDF heute journal als kraftvolles Bild für Ost und West, Macht und Kunst als Protest vorgestellt.

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Mit seiner monumentalen, multimedialen Installation „Ironie des Schicksals“ kommentiert Bernd Reiter eine Gegenwart, die nicht zur Ruhe kommt: Eskalation, Machtprojektion und die Rückkehr einer Konfrontationslogik, die man längst überwunden glaubte. Die Installation wird seit 2022 auf die Aktualität des Ukrainekriegs hin neu justiert.

Auf den Monitoren erscheinen Bilder des Grauens, nicht inszeniert, nicht digital überhöht, sondern aus den täglichen Nachrichten in Fernsehen und Internet entnommen und zu scheinbar endlosen Sequenzen verdichtet. Es geht Reiter um die Jetztzeit, um Gefahren, denen nicht nur Soldaten, sondern vor allem Unschuldige ausgeliefert sind: Zivilisten, Vertriebene, Flüchtende.

Auch die Beilage der Arbeit hat sich verändert: Sandsäcke in U-Form, eine ukrainische Fahne und drei überkreuzte Stahl-T-Träger als Panzersperre verankern die Installation in gegenwärtigen europäischen Konfliktlagen. Nicht als dekorative Ergänzung, sondern als Zeichen: Der Konflikt ist nicht weit weg, er hat Europa erreicht – politisch, medial und moralisch.

So ist „Ironie des Schicksals“ kein historisches Tableau, sondern eine Installation, die sich an der Gegenwart neu ausrichtet. Sie beschreibt aktuelle Machtverhältnisse, militärische Drohung und die Logik der Großmächte als Realität unserer Zeit.


Ursprünglicher Fokus 2016

In ihrer ursprünglichen Fassung thematisierte „Ironie des Schicksals“ die erneute Eskalation globaler Machtkonflikte zwischen Ost und West. Reiter verstand die Arbeit von Beginn an als unmittelbaren künstlerischen Einspruch gegen politische Gewalt, Stellvertreterkriege und globale Verdrängung.

Zum ursprünglichen Werkzusammenhang gehörten auch die Themen Syrienkrieg, Flucht und Rettung. Rettungsinseln und dokumentarische Bilder von Flucht, Seenot und Bergung machten sichtbar, dass politische Machtkämpfe nicht abstrakt bleiben, sondern sich in menschlichen Tragödien, Migration und Verlust konkret auswirken.

Die titelgebende „Ironie des Schicksals“ richtete sich dabei auch an den Betrachter selbst – insbesondere an Europa. Die Arbeit war nie als moralischer Zeigefinger gedacht, sondern als offenes Fragezeichen: ein künstlerischer Einspruch, der provoziert, irritiert und zur Selbstverantwortung aufruft.

Unikat-Edition (30)
Zur Hommage-Edition mit originalen Werkfragmenten (MiG-21 & US-Straßenkreuzer)

Unikat-Edition (30) – Hommage an „Ironie des Schicksals“ – Bernd Reiter